Nordirland auf dem Fluss/See Lower Lough Erne und Irland im Country
Kerry erleben, das war unser Ziel.
Vor dieser Reise nutzten wir und unsere Freunde, Petra und Uli,
das erste mal den Service der in Flughafennähe liegender Hotels.
Wir übernachteten im Cityhotel NH Berlin Treptow, konnten unser
Auto 15 Tage auf dem hoteleigenen Kamera überwachten Parkplatz
parken und den Transfer vom Hotel zum Flughafen und zurück
nutzen.
Mit Ryanair flogen von Berlin Schönefeld nach Dublin. Dort
stand schon unser Mietwagen ein Nissan Primera, natürlich ein
Rechtslenker, bereit. Uli setzte sich mutig hinter das Lenkrad und
wühlte sich mit Hilfe unseres Navis und unsere deutschen Fensterfahne
durch den Linksverkehr von Dublin über Navan, Virginia, Cavan
und Enniskillen nach Tully Bay in die Marina (den Hafen) von CarrickCraft.
In der Marina von CarrickCraft erhielten wir eine umfangreiche Videoeinweisung
über das Verhalten auf dem Boot und den Gewässern. Anschließend
bezogen wir unser Boot E33, eine Kilkenny Class. Auf dem Boot erhielten
wir eine kurze Einweisung in das Boot und die Navigationskarte.
Die Einweisung erfolgte in englischer Sprache. Da wir die nicht
so richtig beherrschen, verstanden wir nur die Hälfte. Aber
mit Armen und Beinen und viel Phantasie ging das schon.
Da wir total Boots unerfahren waren, wurde uns unser Boot aus der
engen Marina gefahren und außerhalb an einen Steg angelegt.
Hier übernachteten wir. Vorher fuhren wir nach Enniskillen
und kauften beim Lidl Proviant für eine Woche.
In dieser Woche schipperten wir über den See Lower Lough Erne.
Wir legten an an den Cliffs of Magho, in Beleek, am Castle Caldwell,
an Lusty Beg Island, in Kesh, an White Island, an Devenish Island
und Enniskillen.
| Bootstour auf dem Lover Loug Erne |
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| 1.Tag: |
Heute ging es los. Die Aufgaben für die Woche auf dem
Boot waren verteilt, Petra - Smutje, Iris - Bootsfrau, Uli
- Navigator und ich der Kapitän.
Als erstes steuerten wir Belleek, die westlichste Stadt Nordirlands,
an. An den Cliffs of Magho machten wir halt, bestiegen die
Cliffs und genossen den Blick auf den Lower Lough Erne, der
fast schon einem Fjord in Norwegen gleicht. Durch die gute
Beschilderung und Bebojung navigierte mich mein Navigator,
der Uli, durch flaches Gewässer und eine etwas schmalere
Zufahrt in die Marina von Belleek. Hier legten wir etwas unsachte
an den , wie fast überall auf dem Lower Lough Erne, schwimmenden
Steg an um zu übernachten.
Belleek ist ein kleines ruhiges Dorf direkt an der Grenze
zu Irland. Am Abend geht hier aber in den Pubs die Post ab.
Wir schauten erst in den "Black Cat Cove" gingen
dann aber in den "Moohau´s Fiddlestone". Dieser
Pub ist kleiner und da durch familiärer. Hier verbrachten
wir den Abend gemeinsam mit den sehr netten irischen Einheimischen
bei Guinness, Baileys und irischem Whiskey. |
| 2.Tag: |
Wir fuhren, nach Steuerschwierigkeiten während der
Ausfahrt aus der Marina, weiter zur Anlegestelle am Castle
Caldwell. Ein wunderschöner Rundwanderweg führte
uns über die Halbinsel, vorbei an kleinen Stränden,
Aussichtspunkten und natürlich dem Castle Caldwell. Das
Castel ist aber nur eine Ruine, welche man nicht begehen soll,
aber kann :-). Am Abend und in der Nacht absolute Ruhe und
ein Sternenklarer Himmel. |
| 3.Tag: |
Am Morgen übten wir eine Stunde lang das An- und Ablegen
bevor unsere Fahrt zur Insel Lusty Beg weiterging.
Das Anlegen klappte ab jetzt immer super gut. Auf der Insel
Lusty Beg befindet sich ein Restaurant und Ferienhäuser,
sonst nichts. Wir wollten nicht selber kochen und gingen Abends
in das Restaurant und übernachteten an der Insel. |
| 4.Tag: |
Eine sehr schmale Zufahrt, zwei Bootsbreiten und zwölf
scharfe Kurven, führte uns am nächsten Tag nach
Kesh. Kesh ist eine kleine Stadt mit ein paar Pubs, einem
Hotel und einer riesengroßen Polizeistation. 2 Meilen
zu einer sehenswerten Kirche und 5 Meilen zum Castle Archdale
waren uns doch zu weit zum laufen. Und so schlenderten wir
durch den Ort, besuchten einen Coffeeshop und relaxten etwas
auf dem Boot. |
| 5.Tag: |
Am Vormittag des vorletzten Tages ging unsere Fahrt weiter
nach Enniskillen.
Während eines Stops auf "White Island" besichtigten
wir die Abtei mit den Steinfiguren.
Unser nächstes Ziel vor Enniskillen war Devenish Island.
Wir fuhren in Richtung Ostanleger. Von weiten sahen wir schon
die Spitze des Rundturms über eine Inselzunge ragen.
Um die Inselzunge herumgefahren, lag es vor uns. Ein wunderschönes
gepflegtes Stück Erde mit der Ruinenstätte eines
Klosters und dem vollständig erhaltenen Rundturm.
Nach dessen Besichtigung ging es weiter durch eine Schleuse
und weiter nach Enniskillen. Am Anleger in Enniskillen warteten
"hunderte" Enten auf uns, die auch gleich von Petra
gefüttert wurden.
In Enniskillen schlenderten wir durch die Geschäftsstrassen,
besuchten das Castle Enniskillen und den Buttermarkt, hier
wurde früher irische Butter verkauft, heute gibt es hier
nur noch kleine Läden und eine Gaststätte. |
| 6.Tag: |
Heute ging es zurück in die Heimatmarina des Bootes,
nach Tully Bay. Es war heftiger Wind vorhergesagt, der dann
aber doch nicht so heftig war wie vermutet. Die Wellen waren
etwas höher als sonst, das Boot schaukelte auch ganz
schön (Petra legte ihre Schwimmweste an), es machte uns
Männern aber riesigen Spaß und wir kamen gut in
Tully Bay an. |
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Nach einer ruhigen und erholsamen Woche
wieder in Tully Bay angekommen hieß es Fäkalientank leeren,
Wassertank und Dieseltank füllen und das Boot war fertig zur
Rückgabe am nächsten Tag.
Da der Tag noch nicht sehr alt war, fuhren wir mit dem Auto nach
Ballyshannon, eine kleine am Hang liegende Stadt, und an den Strand
von Bundoran. Hier erhielten wir die ersten Eindrücke von Irlands
Stränden und Cliffs.
Am Abend waren wir wieder zurück in der Marina in Tully Bay.
Zum Bootsabschied wurde gegrillt.
Nach der Abgabe des Bootes fuhren wir mit dem Auto über Sligo,
Galway, Limerick und Tralee in unser Ferienhaus nach Killorglin.
Das Haus hat eine riesige Terrasse (8x10m), eine große Küche,
ein Wohnzimmer mit elektrischem Kamin und drei Schlafzimmer, wobei
jedes Schlafzimmer ein eigenes Bad besitzt. Im Außenbereich
befindet sich in einem kleinen Holzhaus der Whirlpool, welchen wir
jeden Abend zur zusätzlichen Entspannung nutzten.
Von hier aus besuchten wir den Ring of Kerry, Valencia Island, die
Dinglehalbinsel, die Bearahalbinsel, Garinish Island, die Cliffs
of Moher, die Burren sowie die Stadt Killarney. Während dieser
Woche begleiteten uns blühende Fuchsienhecken, Palmen und blühendes
Heidekraut am Strassenrand.
| Ring of Kerry, Cliffs of Moher, Garnish Island uvm. |
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| 1.Tag: |
Auf unserem Plan stand heute der Ring of Kerry. Es regnete.
Wir hatten aber die Erfahrung gemacht, daß in Irland
das Wetter sehr schnell umschlägt und so war es auch.
Auf Valencia Island angekommen lachte die Sonne. Wir besuchten
das Besucherzentrum Skellig Experience, hier wird die Geschichte
der Skellig Inseln in Wort, Bild, und Video dargestellt.
Von einem Aussichtspunkt nördlich der St Finans Bay,
kann man die beiden Skellig Inseln, Little Skellig und Skellig
Michael, schön, es wird sogar gesagt am besten, sehen.
Nach diesem wunderschönen Ausblick fuhren wir weiter
auf dem Ring of Kerry nach Waterville. Dort kehrten wir ein
in das kleine urige Café - Peters Place Auf dem Weg
nach Sneem machten wir Stop an der Bucht bei Derryvane (Cliffs
und ein Strand wie am Mittelmeer). Weiter ging unsere Fahrt
über die Blackwater Bridge, Kelmare, den von uns benannten
Ausblick "Gentlemanblick", den Ladie View und Killarney
zurück zu unserem Ferienhaus nach Killorglin. |
| 2.Tag: |
Die Dinglehalbinsel ist meiner Meinung nach schöner
als der Ring of Kerry, sie wirkt rauher, ihre Küste ist
geprägt von Klippen und an den Straßen wachsen
riesige kilometerlange Fuchsienhecken. Auf der Dingelhalbinsel
besuchten wir die Stadt Dingle, schauten uns die bekannten
Bienenhäuser von Fahan an und genossen den Ausblick von
Slea Head auf Blasket Islands (wikipedia.de).
Zurück in der Stadt Dingle, bogen wir ab und fuhren über
den Connor Pass zum Surferstrand in der Brandon Bay. |
| 3.Tag: |
Heute fuhren wir über Trale nach Tarbert, setzten mit
der Fähre über (mit der Fähre sparten wir ca.
2 Stunden Fahrzeit) und fuhren weiter zu den Cliffs of Moher.
Auf der beeindruckenden Klippenlandschaft steht man 214 m
über dem Atlantik. Vom 1853 erbauten O´Brien´s
Tower hat man einen guten Blick auf die 8 km langen Steilwände.
Das Besucherzentrum befindet sich unter einem Hügel,
es bietet auch bei schlechten Wetter einen virtuellen Blick
auf die Klippen. Weiterhin beinhaltet es ein Restaurant und
Souvenirshop.
Unser nächstes Ziel waren die Burren. Schon Oliver Cromwells
Truppen beschrieben die Burren so: "zu wenig Bäume
um einen Mann zu erhängen, zu wenig Wasser um ihn zu
ertränken und zu wenig Erde um ihn zu begraben".
Die Burren sind 260 ha groß. Die Burren ist der einzige
Ort in Europa, an dem zugleich mediterrane und arktische Pflanzen
gedeihen. Das ist auch ein Grund dafür, daß in
dem mondähnlichen, steinigen Areal mit seinen porösen,
grauen Bergkuppen und kahlen Terrassen ein Großteil
der in Irland beheimateten Pflanzen und zahlreiche Orchideenarten
wachsen.
Auf dem Rückweg nach Killorglin machten wir einen kurzen
Stop am Bunratty Castle. |
| 4.Tag: |
Über Killarney und Kenmare fuhren wir heute zur Bantry
Bay auf Garnish Island. Von Glengarriff aus brachte uns eine
kleine Fähre, vorbei an Sandbänken auf denen sich
Robben sonnten, auf die Insel. Garnish Island ist eine mit
subtropischen Pflanzen bewachsene Insel. Sie wurde 1910 -
1920 angelegt. Da Ihr Klima sehr vom Golfstrom beeinflusst
ist, wachsen in den Gärten Magnolien, Rhododendron, Kamelien
und exotische Bäume.
Nach dem Besuch der Insel Garnish Island war der Weg unser
Ziel. Der Weg führte uns auf die Halbinsel Beara. Entlang
des Fußes der Slieve Miskish Mountains schlängelt
sich der Ring of Beara. Auch dieser Ring ist von der Steilküste
geprägt.
Auf dem Rückweg nach Killorglin machten wir halt, zwischen
Glengarriff und Kenmare, an der traditionellen Farm Molly
Gallivans Cottage.
Um den Weg zu unserem Ferienhaus in Killorglin abzukürzen
wählten wir den Weg über den Pass Ballaghbeama Gap
auf der Kerry Halbinsel. Was sich wie so manche Abkürzung
als zeitlich längerer Weg herausstellte. Auf der Fahrt
über den Pass wurde es immer dunkler und die Strasse
immer schmaler (eine Autobreite). Im dunkeln konnten wir aber
die Schönheit dieses Passes deuten und beschlossen am
nächsten Tag diesen Weg wieder zu nutzen. |
| 5.Tag: |
Ein Besuch der Stadt Killarney darf bei einem Aufenthalt
im Country Kerry nicht fehlen. Wir besichtigten die schöne
Innenstadt von Killarney, den Dom, das alte wunderschöne
Herrenhaus "Muckros Haus" und das Ross Castle.
Wie am Vortag beschlossen ging es dann über den südlichen
Ring of Kerry zum Pass Ballaghbeama Gap. Jetzt sahen wir die
wahre Schönheit dieses Passes, die uns im dunkeln verborgen
war. Schmale Straßen, hohe Berge, riesige Felsen und
dazwischen unzählige Schafe. Einfach traumhaft. |
| 6.Tag: |
Heute mußten wir unsere Rückreise antreten. Da
wir ab Dublin nach Berlin flogen, fuhren wir am Vormittag
los in Richtung Dublin.
Unterwegs machten wir einen Stop in Adare, mit seinen schiefer-
und strohgedeckten Katen, den bunten Blumengärtchen und
zwei schönen alten Kirchen.
Weiter ging unsere Fahrt nach Roscrea. Hier besichtigten wir
die alte Klosterkirche. Nördlich der Kirche steht ein
Hochkreuz aus dem 12. Jh., auf der anderen Seite ein Rundturm.
In Birr besichtigten wir die prächtigen Parkanlagen des
Castel Birr. Im Schlosspark wachsen 12m hohe Buchsbaumhecken,
die über 200 Jahre alt sind. Im 19 Jh. stellte der Wissenschaftler
Earl of Rosse hier das zu dieser Zeit größte Teleskop
auf. |
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Am 21.09. Rückreise, ca. 22:00 kamen wir in Dublin an. Es lag
eine lange Nacht auf dem Flughafen vor uns. Unser Flugzeug brachte
uns am 22.09.2007 um 06:05 wieder zurück nach Berlin.
Die grüne Insel muß man erlebt haben. Die Seen mit
vielen kleinen Inseln und einer vielfältigen Tier- und Vogelwelt.
Die Klippen, Sandstrände und das blaue Meer. Die Berge, durchzogen
von schmalen Straßen umsäumt von Fuchsienhecken, blühenden
Heidekraut und Rhododendronbüschen. Die weiten Wiesen, abgetrennt
voneinander durch Natursteinmauern, mit weidenden Schafen und
Kühen. Die schönen bunten Dörfer und Städte
mit ihren bunten Häusern, Castels, Kirchen, Pubs und sehr
netten Einwohnern.
Ich muß sagen: supergeil. |